Die Vorstellung meines ersten Buches "Hindernisreisen"

Wie bei "Tintenhuf" ausführlich erläutert, habe ich mir mit diesem Buch einen Lebenstraum erfüllt:

Nicht, dass ich in meiner Jugend schon davon träumte, in meinen Urlaubsreisen verrückte Dinge zu erleben; vielmehr bin ich stolz darauf, vierzig Jahre später endlich meinem Schreibdrang ein Gesicht geben zu können: in Form eines Buches, komplett selbst gestaltet! Nur den Druck überließ ich konsequenterweise Fachleuten...

Nur drei Jahre danach fand ich auch einen Verlag, der diesem Buch ein völlig neues, professionelles Aussehen spendierte! 

Für die Besitzer dieses Buches ist wohl interessant, dass ich hier auf dieser Seite die Reiserouten in Landkarten vorstelle und auch Bilder meiner geschilderten Abenteuer.

Deshalb sind auch bei jeder Reise Links zu den einzelnen Tagen eingefügt, womit sich der Leser gut orientieren kann.

Vorwort

Die hier vorliegenden Kurzgeschichten erzählen Dinge aus meinem Leben, die – so habe ich das Gefühl – nicht unbedingt alltäglich sind.

Warum sind diese Erlebnisse nicht alltäglich?, werden Sie fragen.

Nun, in mancher Beziehung sind meine Abenteuergeschichten nicht nur völlig unnormal, sondern oft auch total verrückt, fast unglaublich oder gar unglaubhaft! Aber dennoch wahr…

In anderen Erzählungen, die zwar nicht völlig aus dem Rahmen fallen, aber dennoch eine Prise Ungewöhnlichkeit und etwas Verrücktheit aufweisen, werden Sie als Leser vielleicht Teile von sich selbst wiederfinden:

Möglicherweise werden Sie sich plötzlich erinnern, dass Sie ähnlichen Situationen begegnet sind?

Lassen Sie sich in solchen Fällen einfach zurückfallen in Ihr Leben! Das kann sehr viel Freude bereiten, wie es mir beim Schreiben und Erinnern dieser Geschichten auch ergangen ist.

Dieses Buch lebt von Pleiten, äußerst seltsamen Missgeschicken und kuriosen Vorfällen, die einen Teil meines Lebens ausmachen.

Aber keine Bange! Diese Erlebnisse erzähle ich durchweg mit einer gehörigen Portion Humor, die selbst die übelsten Begebenheiten in einem besonderen Licht erscheinen lassen.

Natürlich bestand und besteht mein Dasein nicht nur aus Pannen!

Es gab auch eine ganze Menge Erfreuliches, was man allerdings aus den hier vorliegenden Geschichten nicht unbedingt ableiten kann.

Diese wunderbaren Erzählungen werden Thema eines weiteren Buches sein.

 

Erste Ausgabe, im Eigenverlag

Format: DIN A5, rund 290 Seiten; also ein netter Brocken.
Preis: 9 Euro, zzgl. Versand  2 Euro 
(Anfang 2018: nur noch ein Exemplar verfügbar aus dieser
Eigenauflage, mit der Chance auf eine persönliche Widmung!)









Zweite Ausgabe

September 2012

Das Buch hat einen Verlag gefunden und ist im Handel erscheinen!
Taschenbuchformat, 408 Seiten

Zur Präsentation

Inhalte:

Waldsee 1970 - Schwäbisch Gmünd 1970 - Spanien 1972 - Imola, Italien, 1975 - Berlin 1985 - Sizilien 1986 - Kreta 1987 - Elba 1990 - Korsika 1992 - Gran Canaria 1992 - Pilsensee 1994


Leseproben, Reiserouten und Bilder

 

Diese Ergänzungen  befinden sich auf einer separaten Homepage, da diese im Buch genannt ist. Um hierher zurück zu kehren, bitte das neue Fenster wieder schließen!

 

Zu den Abenteuerbildern


Mein zweites Buch "Störfaktoren"

Dieses Buch ist auch als ebook erhältlich: Schauen Sie bitte hier!

 

 

Vorwort

Die hier vorliegenden Kurzgeschichten erzählen Dinge aus meinem Leben, die – so habe ich das Gefühl – nicht unbedingt alltäglich sind.

Warum sind diese Erlebnisse nicht alltäglich?, werden Sie fragen.

Nun, in mancher Beziehung sind meine Abenteuergeschichten nicht nur völlig unnormal, sondern oft auch total verrückt, fast unglaublich oder gar unglaubhaft! Aber dennoch wahr…

In anderen Erzählungen, die zwar nicht völlig aus dem Rahmen fallen, aber dennoch eine Prise Ungewöhnlichkeit und etwas Verrücktheit aufweisen, werden Sie als Leser vielleicht Teile von sich selbst wiederfinden:

Möglicherweise werden Sie sich plötzlich erinnern, dass Sie ähnlichen Situationen begegnet sind?

Lassen Sie sich in solchen Fällen einfach zurückfallen in Ihr Leben! Das kann sehr viel Freude bereiten, wie es mir beim Schreiben und Erinnern dieser Geschichten auch ergangen ist.

Dieses Buch lebt von Pleiten, äußerst seltsamen Missgeschicken und kuriosen Vorfällen, die einen Teil meines Lebens ausmachen.

Aber keine Bange! Diese Erlebnisse erzähle ich durchweg mit einer gehörigen Portion Humor, die selbst die übelsten Begebenheiten in einem besonderen Licht erscheinen lassen.

Natürlich bestand und besteht mein Dasein nicht nur aus Pannen!

Es gab auch eine ganze Menge Erfreuliches, was man allerdings aus den hier vorliegenden Geschichten nicht unbedingt ableiten kann.

Diese wunderbaren Erzählungen werden Thema eines weiteren Buches sein.

 

DANKE …

… an Ilona Schäfer, die mir bei einigen Erzählungen unter die Arme griff und mich auf stilistische Unzulänglichkeiten oder logische Patzer aufmerksam machte.

… an Thomas Striebig, ehemaliger Klassenkamerad und mehrfacher Buchautor, der mit wachem Auge das Gesamtlektorat übernahm und Sie damit – unter anderem – von vielleicht 100 oder gar 200 falsch gesetzten oder überflüssigen Kommas verschont hat.

„Striebsi“ hat auch einen eigenen Beitrag zu der Geschichte „Ein Lateinlehrer“ beigesteuert: Ein herrlich bissiger Kommentar, der mir so nie durch meine Schreibfinger gekommen wäre!

 

LESEPROBEN

Ein erster Einblick, vor meiner Geburt und kurz danach

Ein Ausblick aus dem fünften Stock, 1955

Eine Liebe im Kindergarten, 1958

Ein Kartoffelfeuer, 1962

Eine versäumte Mathematikarbeit, 1965

Ein Lateinlehrer, 1965

Eine Hand und ein Vorderrad, 1968

Ein Fußballspiel, 1971

Ein erstes Auto, 1972

Ein anderes Auto, 1974

Ein Flug der besonderen Art, 1974

Ein Bierfass im See, 1974 

Ein Kuraufenthalt, 1975

Eine Story meines Zeigefingers, 1987

Eine Autopanne, 1999

Ein Zwangsumzug, 2006

Ein Motorradausflug, 2007

Ein Auszug besonderer Art, 2007

Ein Fahrrad und sein Träger, 2011

Ein Absturz der blöderen Art, 2013


Ein erster Einblick

...

Meinen Freiheitsdrang bewies ich schon im Kindbettchen. Und dabei auch mein Ungeschick:

Ich wollte mich anscheinend aus eben diesem Bettchen befreien und mich durch die hölzernen Gitterstäbe zwängen: Dabei blieb ich mit dem Kopf zwischen zwei Stäben hängen, kam nicht zurück und erst recht nicht vorwärts!

Obwohl ich wohl Schmerzen haben musste und mich sehr wahrscheinlich nicht gerade wohl fühlte in dieser Zwangslage, schrie ich nicht! Das war mit Sicherheit eine der seltenen Situationen, in denen ich nicht brüllte: Wie mir erzählt wurde, war das nämlich meine Lieblingsbeschäftigung in den ersten beiden Jahren meines Lebens! Erst danach wurde ich ruhiger.

Hier entstand eine Eigenart, die sich über mein ganzes Leben erstrecken sollte: In Notlagen kann ich nicht um Hilfe schreien!

...

Ein Ausblick aus dem fünften Stock

Na, was denkt ihr, was passiert, wenn ein Krabbelbubi ein offenes Fenster sieht? Sperrangelweit offen sogar?

Magisch zieht mich dieses Fenster an: ganz sicher würde es da was zu entdecken geben! In einem Knirpsleben gibt es natürlich immer was zu erforschen.

Also begebe ich mich behende und doch unsicher zu Fuß und auch manchmal auf Knien und Händen zu dem Küchenstuhl, der glücklicherweise fast direkt unter dem Fenster stand, und erklimme diesen in einer Manier, dass mir spontan einfällt: Du musst Sportler werden, Knirpsi!

Einen kleinen Schreck bekomme ich, als der Stuhl mit der Lehne nach vorne kippt bei meinem Versuch, das offene Fenster zu erreichen: perfekterweise aber bleibt die Lehne direkt unter dem Fenstersims hängen.

Holla! Die Luft wird dünner, dafür aber die Sicht weiter, als ich mich in meinem jungkindlichen Leichtsinn entschließe, mich auf die Fensterbank zu setzen, mit den nackerten Füßlein voran.

...

Eine Liebe im Kindergarten

Ich war gerade fünf Jahre alt geworden; nimmer ein Zwerg wie in der vorigen Geschichte; dennoch aber ein Knirps, wie es die Natur einfach so eingerichtet hat.

Zu dieser Zeit durfte man noch ganz allein in den Kindergarten laufen, gut einen Kilometer weit; in meinem Fall nur begleitet von einem kleinen Rucksäckchen mit den überlebenswichtigen Dingen drin - wie einer Banane und einem Zuckerwassersauger als Däumchenersatz, falls ich in alte Gewohnheiten zurückfallen sollte.

Eines Tages, ein Stück nach dem Abgang dieser abenteuerlichen Brücke auf dem Weg zum Kindergarten, veränderte sich radikal mein junges Dasein:

Ein Mädchen (was könnte es anderes sein im Leben, das einen Kerl so enorm umhaut?)  kam den Weg zum Eingang des Kindergartens, allerdings von der anderen Seite her, also mir entgegen:

Engelsgleich das Gesicht, umrahmt von halblangen blonden Locken; mir schien, dass ich jahrelang davon geträumt hatte!

Die spindeldürren Beinchen unter dem luftigen Kleid, das glaube ich, einen rosafarbenen Ton hatte mit fast weißen Blumenblüten drauf, nahm ich gar nicht richtig wahr; sie passten nicht zu allem anderen.

Sie hauchte mit ihrem dünnen Stimmchen „Guten Morgen! Bist du auch in diesem Kindergarten? Ich bin neu hier! Meine Mama hat mir gestern den Weg gezeigt, und heute schon darf ich alleine gehen! Ist das nicht toll? Und du darfst auch schon ganz alleine unterwegs sein? Toll, gelle? Willst du mir den Weg hinein zeigen? Danke, das ist aber nett! Ich heiße Margot!“ und strahlte mich dabei fröhlich mit ihren blauen Augen und einem lächelnden Mund an, der schlichtweg ein Traum war, nur etwas viel plapperte, wie mir schien.

Und weg war ich...

Weg war ich natürlich in dem Sinne, dass ich mich nicht von der Stelle rühren konnte, während sie schon einige Schritte gegangen war!

Was mich da anfauchte, hatte nichts Engelhaftes mehr an sich:

"Ich heiße MargOt und nicht MargUt!", zischte es mir entgegen.

Dann verschwand sie aus meinem kümmerlichen, kleinen Leben...

...

Ein Kartoffelfeuer

Donnersack! 

Viel zu nass und zu kalt draußen, um mal wieder an unserer jugendhaften Leidenschaft eines Feuerchens am Altrheinufer Spaß zu haben!

Vertraut waren wir also mit diesen Kellern, ja, sogar intim! Was lag also näher, als dass wir hier ein Ausweichquartier für unsere Gier nach einem Feuerchen ausleben sollten, während es draußen in Strömen goss?

Die Hinterteile taten uns noch lange weh, und wir bedauerten uns gegenseitig deswegen; aber die Schimpfkanonaden verklangen schon lange vorher in unseren Ohren. Wir waren Abenteurer, und das wollten wir bleiben! Ungeachtet der kindlichen Naivität, die wir sowieso nicht kannten und die uns nur von den Erwachsenen zugesprochen wurde...

Ein gefährliches Spiel

Und schließlich bestand natürlich der unbeschreibliche Reiz des Verbotenen: Eine solche Umzäunung war selbst in unserem Alter schon als deutlicher Hinweis erkennbar, dass Lausebengels oder sonstige Menschen hier nicht erwünscht waren. Aber eine Lücke im Zaun – war das nicht geradezu eine Aufforderung, sich in fremdes Land zu schleichen?

Nun, jetzt recht kurz, aber schmerzlich:

Das erste Abbrennen von erobertem Land klappte noch: Das kurze, dürre Gras verrauchte einfach.

Der zweite Versuch klappte nicht mehr so ganz: Irgendein Funke sprang über auf die umliegende Gegend, und es kokste nicht nur, sondern brannte ganz sacht. Zuerst, jedenfalls.

Bei unseren Versuchen, die wirklich nur winzig kleinen Brändchen zu zertrampeln, stoben weitere Funken davon…

...

Eine unglückliche Turnstunde

Meine Turnerei nahm leider schon ein frühes Ende, jedenfalls in Hinsicht auf einen Aufstieg in den Kader der begabten Kinder. Und dieses Ende kam rasch und äußerst heftig.

Ich war immerhin erst 11 Jahre jung, als unser Trainer entschied, dass ich mich auch mal an den Ringen versuchen sollte.

Ringe! Ein Traum für so einen Knirps! Da durften sonst erst die 15-jährigen erstmals ran!

Ich sah nach links, wo der Aufschlag etwas heftiger ausgefallen war und traute meinen Augen nicht: Mein Unterarm stand im gegenteiligen Winkel ab, was äußerst seltsam, aber auch irgendwie interessant aussah!

Eine Mathe-Arbeit

Panik!

Ich war sicher, dass ich diese Mathematik-Prüfung verhauen würde, weil ich zuvor faul war wie eine Sau in ihrer Sommerkuhle.

Außerdem hatte ich zu dieser Zeit an Mathe sowieso etwa das Interesse wie der vorgenannte Schwarzkittel. So suhlte ich mich lieber in der Sonne oder trieb Sport, statt mich den Studien von Quadratwinkeln und ähnlichem, unverständlichem Zeug zu widmen.

In der Pause vor der Arbeit schwitzte ich immer mehr, bis mir die Erleuchtung durch den Kopf schoss: Eine Ausrede musste her, aber schnell!

Der geneigte Leser wird jetzt wohl einen Verdacht haben, den ich hiermit bestätige: es passierte etwas.

...

Ein Lateinlehrer

Erwähnenswert ist hier noch, dass Herr Schott (ich lasse den Titel 'Dr.' hier absichtlich weg, weil das für eine weitere Begebenheit wichtig ist) keinen rechten Arm knapp unter der Schulter mehr hatte und stattdessen ein hölzernes, zum Körper hin angewinkeltes Ding trug mit einem grauen Samthandschuh an der nachgebildeten Hand.

Samthandschuh! Ein echter Witz, vielleicht sehr bewusst eingesetzt...

Ein während dem Unterricht unbedacht etwas lauteres Wort, also eine Prise mehr als hauchleise, konnte dem Kameraden einen Kreidefleck auf der Stirn einbringen, auch wenn er in der letzten Reihe saß! Mit unfassbarer Geschwindigkeit und Genauigkeit traf ein Kreidegeschoss aus seinem linken Wurfarm... Wie und wo hatte er das nur trainiert? Wahrscheinlich auch in anderen Klassen.

Falls in einer solch aufmüpfigen Situation der Herr Lehrer gerade keine Kreide in der Hand hatte, tat es zur Not auch mal der Schlüsselbund in seiner linken, grauen Jackentasche... Und auch der traf kopfgenau!

In einer anderen Situation fiel ich in Ungnade, weil ich ungehobeltes Kind unseren Lehrer bei einer Frage mit den Worten ansprach: „Herr Schott, können Sie...“

Weiter kam ich nicht!

Sein Gebrüll erschütterte nicht nur mich und die Kameraden; das ganze Schulgebäude schien zu erzittern: „Ein Herr Schott steht auf dem Wochenmarkt und verkauft Wurst!! Ich bin Herr Doktor Schott und lehre Latein! Schreib dir das hinter die Löffel und rede mich künftig korrekt an!!!“

Seltsam einmal wieder, dass sein Gesicht bei diesem Jähzornesausbruch nicht platzte; die Haut schien äußerst widerstandsfähig zu sein.

Nachsatz 2, verfasst von einem Klassenkameraden

Zäh wie Leder, hart wie Kruppstahl …

Herr Dr. Schott – wenn es ihn denn in der Lateinlehrer-Hölle selig macht, dann nenne ich ihn in drei Teufels Namen so – war ein Scheusal, aber kein Einzelfall.

...

Eine Hand und ein Vorderrad

Bekannt ist ja wohl inzwischen, dass ich Dinge getrieben habe, die selten auch anderen Menschen passieren, weil sie nicht das Talent zu solchen Verrücktheiten haben.

Urplötzlich überschlug ich mich und fand mich auf dem Asphaltboden wieder, mit dem Rad dicht an mir!

Als ich mich, doch erheblich überrascht und nicht weniger verwirrt umschaute, staunte ich echt nicht schlecht: Die rechte Hand war mitsamt einem Stückchen Unterarm durch die Speichen gerutscht, und die Finger standen auf der anderen Seite wieder heraus!

Mein Unfalldoc, der mich schon lange kannte und noch über weitere Jahre hinweg betreuen würde, stellte keinen Bruch fest; aber er und die schon etwas älteren Arzthelferinnen kamen um diese Bemerkung nicht umhin, als ich die Story des 'Wie' erzählt hatte:

„Mit dir haben wir ja schon viel erlebt; aber das hier ist das absolut Verrückteste, was du hier bei uns abgeliefert hast! Bisher jedenfalls…“

...

Ein Fußballspiel

Überaus reaktionsschnell und mutig, wie ich es von mir gewohnt war, stürzte ich mich mit einem Seitwärtshechter nach rechts auf den Boden vor den Ball, den ich auch absolut sicher mit den Händen in meine Obhut nehmen konnte.

Überhaupt gar nicht gewohnt war ich aber, dass dabei ein Fuß, der in Ermangelung von Fußballtretern in einem ledernen Wanderschuh steckte, beim unfairen Nachtreten über den Ball rutsche und meine Nase traf, während ich noch auf dem Boden lag.

Die Oststadtklinik lag von der Mannheimer Stadtmitte aus am nächsten, also radelte ich dorthin. Schon nach etwas mehr als einer Stunde Wartezeit kam ich dran und wurde befragt, was denn passiert sei. Der Doc legte dann beide Hände unter mein Kinn und drückte mit beiden Daumen auf meinen Nasenrücken, wobei er gleichzeitig fragte, ob das weh tun würde.

Leute, lacht nicht: Mein Unterbewusstsein ließ ihm meine rechte Hand auf die Wange knallen...

Nach dem Röntgen hieß es: „Ab in den OP und etwa zehn Tage hierbleiben! Das Nasenbein ist mehrfach gebrochen und eingedrückt und die Nasenscheidewand sitzt völlig schief!“

Aus meinem Mund hieß es: „Geht nicht! Hab gar nix dabei, komme später wieder!“

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Ein erstes Auto

Bei Regenwetter, sofern es am Vorabend einsetzte, konnte ich erst fahren, nachdem ich die Gummistöpsel aller vier 'Bodenwannen' gezogen hatte: Alle Fenster waren undicht, das Autolein stand innen völlig unter Wasser, bis hin zu den unteren Enden der Pedale – knapp darüber gab es einen natürlichen Abfluss, den unteren Abschluss der undichten Türen nämlich.

Einmal hatte Madl auf dem Rückweg einer Tour durch den Odenwald das große Sausen bekommen: wir jagten einen VW-Käfer! Das war wohl auch ein 27 PS-Teil, aber wir waren schneller!

Der Käferfahrer war alleine; neben mir vollführte Werner Schubsbewegungen wie in einer Schiffsschaukel, damit wir bei diesem irrwitzigen, bis dato selten erreichten Tempo von 119 km/h vielleicht überholen könnten. Nach bestimmt einem Kilometer auf der Bundesstraße und bei unserem ständigen Ansporngebrüll hätte das auch um ein Haar geklappt, denn wir waren locker zwei Stundenkilometer schneller - wenn da nicht plötzlich der Motordeckel aufgesprungen wäre, der vorne lag...

...

Ein anderes Auto

Diesmal hatte ich richtig satt in meinen Geldbeutel gelangt:

Für dieses herrliche Autolein musste ich sagenhafte 600 DM (~ 300 Euro) auf den Tisch legen!

Doppelt so viel, wie ich für das teuerste meiner bisherigen Autos ausgegeben hatte; aber ich hatte mich auf Anhieb in dieses Dingelchen verliebt.

Und tatsächlich war dieser Brennholz-Holdienst der letzte, den mein Karmann mir bescherte: Ein Achsschenkelbruch hatte ihm den Gnadenstoß versetzt.

Es tut mit bis heute um keines meiner Autos so leid wie um diesen Karmann Ghia: Ein Auto, das in seiner Form bestach, in seiner Zuverlässigkeit den legendären alten VW-Käfern mindestens ebenbürtig war, eine dicke Karosserie besaß, und darüber hinaus in der Cabrio-Version einen unglaublichen Spaßfaktor bot.

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Ein Flug der besonderen Art

In eben dieser Straße zwängte sich aus einer Nebenstraße ein Auto zwischen uns, weil ich offenbar gepennt hatte; plötzlich hellwach, wollte ich an diesem Kerl links vorbeiziehen, wobei ich ja nur etwas mehr am Gashahn drehen musste. Blöderweise – mir fällt einfach keine anderes Wort ein, um solche Aktionen einzuleiten – bremste der Fahrer vor mir ganz kurz, und ich bekam die Kurve an ihm vorbei nicht mehr.

Mit der Hand am Gasgriff touchierte ich das Auto nur leicht, aber es genügte, meinem Vorwärtsdrang ein jähes Ende zu setzen: Der Lenker gehorchte nicht mehr, und das Mopped warf mich unwillig ab!

Mein Azubi-Kollege Volker erzählte die Story am nächsten Tag in der Bank: „Ich hörte etwas Metallisches kreischen, und als ich die Tür aufmachen wollte, flog der Hufi an mir vorbei!“

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Ein Bierfass im See

Am Samstagabend wollten wir eine zünftige Männerparty feiern, weswegen wir neben einer Menge Grillgut auch ein kleines Metallfass Bier dabei hatten. Dieses sollte natürlich schön gekühlt sein, wozu sich das relativ flache Wasser hervorragend anbot. Da dies meine Idee war, übernahm ich auch das Hineinrollen; es klappte ganz prima bis in eine kleine Kuhle, die ich in etwa einem Meter Tiefe mit den Füßen grub, um das wertvolle Gut zu sichern.

Ahnt hier jemand etwas, mal wieder?

Genau: In dem Moment, als ich noch zwei Steine holen wollte, um ja auf der sicheren Seite zu sein, verflachte sich diese kleine Vertiefung und gab das Fass frei…

Ich schaute machtlos hinterher, bis es zur Ruhe kam: Etwa fünf Meter vom Strand entfernt und etwas über zwei Meter tief.

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Ein Kuraufenthalt

In dieser Kurklinik wurde es mir schon nach einigen Tagen recht langweilig, obwohl die Witze, die man ja ständig über Kuren hört, nicht unbedingt falsch waren:

Natürlich hatte ich schon vor diesem Kuraufenthalt einen 'Schatten', was ganz allgemein bedeutet, dass ich manchmal einen an der Klatsche hatte, wie man so schön sagt; Sie können das bestimmt bestätigen, weil Sie meine bisherigen Geschichten gelesen haben.

Innerhalb kürzester Zeit hatte ich aber einen zusätzlichen 'Schatten', der den Vornamen 'Kur' trug…

Die Kurve kriegte ich natürlich nicht mehr, weil ich das Motorrad hochriss, um nicht links in den kleinen Hügel, der mir die Sicht versperrt hatte, einzuschlagen. Somit ging es also bei rund 90 km/h fast geradeaus, was in einer Kurve nicht unbedingt Vorteile bringt.

Wenn wir diesen Pfosten treffen, dann braucht das Moped keinen TÜV mehr und ich keine Fortsetzung der Kur!

'Das überleben wir nicht!' schrie mein Hirn.

Und ich schrie zurück: 'Dann lass dir was einfallen!'

'Abspringen!!!' war die lapidare Antwort, weil keine Zeit mehr zum Diskutieren war.

Also machte ich einen Satz nach rechts, wobei das Moped natürlich nach links gedrückt wurde.

...

Eine Story meines Zeigefingers

Die Kreissäge hatte schlechte Arbeit geleistet im Juni 1987, etwa gegen 15 Uhr, zwei Tage nach meinem Geburtstag und vier Tage vor der dazugehörigen geplanten Party:

Statt den vertrockneten, kleinen Apfelbaumstamm mit den schon früher kurz zurecht geschnittenen Ästen - der meiner Mieze als Kratz- und Kletterbaum diente - zu kürzen, trennte mir das bösartige Teil den linken Zeigefinger mitten im Gelenk ab, als ich mal ganz kurz die Kontrolle über das unschierige Ding verlor. Wobei mit 'Ding' natürlich nicht der Zeigefinger gemeint ist.

Ziemlich sauer deswegen nahm ich den halben Finger, der noch an einem Hautfetzen an der Innenseite hing, und klemmte ihn mit dem Daumen und den anderen Fingern fest in die linke Handfläche, damit ich ihn in dem Haufen Späne, der noch vom Brennholzsägen herum lag, nicht verlieren würde; oder auch auf dem Weg nach oben: aus dem Keller in die Wohnung im Erdgeschoss. Aus Trotz und Ärger schaltete ich die Kreissäge nicht aus; sollte sie doch heißlaufen und irgendwann ihre Zähne an die dicken Mauern spucken!

Nur mit dem Satz: „Warten Sie bitte hier“ wurde ich abgestellt. Schon wieder so ein Depp! Was sollte ich denn sonst machen, bitte? Sightseeing mit dem Rollstuhl durch die Notaufnahme?

...

Eine Autopanne

Also stellte ich mich ans Heck des Autos und hoffte, dass auf dieser kleinen Straße jemand anhalten würde, um nach dem Grund meines weit ausgestreckten Armes mit dem erhobenen Daumen zu fragen.

Aber in den folgenden fast zwei Stunden übersah man mich doch: geflissentlich nämlich!

Meine langen Haare wurden von dem eiskalten Wind von hinten nach vorne ins Gesicht geweht, und auch die blaue Nase ließ wohl einen anderen Eindruck entstehen als den, dass sie nur halbgefroren war: Die Insassen von gut 20 vorbeifahrenden Autos schauten stur nach vorne, registrierten mit keiner Miene den frierenden, hungernden Menschen in einer Notlage! Kein einziger schaute auch nur mit einem kurzen Blick zu mir, während sie an mir vorbeidüsten! Wahrscheinlich hatten sie Angst, ich könnte ihre Scheu in ihren Augen entdecken.

Unfassbar, diese Ignoranz.

...

Ein Zwangsumzug

Vorgetäuschter Eigenbedarf: Eine Story, die es in sich hat!

Wahllos und chaotisch hing und schraubte ich von Wänden und Decken ab, was ich die nächsten Tage nicht mehr brauchen würde; gestapelt wurde das alles auf dem Boden, verteilt über die ganze Wohnung. Laufen konnte ich nur noch auf schmalen Pfaden.

Die Nacht war furchtbar mit ihren Träumen, ich war froh, dass sie vorüber war. „What a beautifull morning“ schallte es aus meinem Radiowecker; gegen die Decke hätte ich das Ding pfeffern können, so wunderschön war dieser Morgen!

Dem Irrsinn nahe wütete ich weiter, und trotzdem nahm es kein Ende und auch keine Formen an!

Um neun Uhr traf der Umzugswagen ein, und sowohl der Chef als auch sein Vorarbeiter, oder wie der heißen mag, staunten nicht schlecht: So ein unfertiges Chaos hätten sie noch nie gesehen - wo sollten sie denn anfangen?

Ich wollte ja schon fragen, ob sie schon einmal ein fertiges Chaos gesehen hätten, ließ es aber sein und lotste die Burschen zuerst in die beiden Keller. "Wegschmeißen, alles!"

Natürlich wurde meine neue Wohnung eine hübsche und gemütliche.

Fotos zu diesem chaotischen Umzug gibt es HIER. Bitte das neue Fenster wieder schließen.

 

Ein Motorradausflug

Herrlich, absolut seelenaufgehend, diese kleine Tour, knapp am Pfälzer Wald vorbei!

Kurven hatte ich schon satt genossen, mein Genick klagte deswegen schon ein wenig; ein Elend, das mich wohl bald das Mopedreiten überdenken lassen sollte, denn irgendwann würde es wohl keinen solchen Spaß mehr machen.

Zurzeit war aber alles einfach genial.

Auf einem eher langweiligen Stück schnurgerader Straße, schon in Richtung Heimatgarage, hatte die Kawa aber plötzlich so etwas wie Hustenanfälle: Sie spotzte und ruckelte und zitterte!

Jessas, Mädel, was hast du denn bloß?

Erschreckt und voll der Sorge um mein Mopped hielt ich an dem äußerst knappen Straßenrand an, weil ich das notgedrungen tun musste: Die Kawa hatte nämlich ihren Motor einfach ausgehen lassen… Faules Stück!

Die nette Sonne deutete an, dass es nicht mehr allzu lange dauern würde, bis sie sich ins Bett verziehen müsse; vielleicht zwei Stunden noch.

Ich selber dachte ähnlich, sah jedoch neben dem Straßenrand kein Bett, sondern nur einen gepflügten Acker; mit etwas Grün, ganz am Anfang, kurz neben dem Straßenrand.

Na, ja, das wäre ja keine Novität. Wo ich schon überall übernachtet hatte…

Aber ohne Futter: das würde hart werden!

...

Ein Auszug der besonderen Art

Eine unglaubliche Geschichte mit einem unglaublichen Werkzeug.

Das kleine Zahnweh, rechts unten und ziemlich weit hinten, sollte mich nicht weiter stören; so jedenfalls hatte ich es beschlossen. Schließlich war nach Pfingsten auch noch Zeit, zum Zahnarzt zu gehen; und heute, am Donnerstag, war sowieso kein Termin zu kriegen wegen so einer kleinen Beschwerde: Immerhin hatte ich es versucht, aber die nette Zahnarzthelferin vertröstete mich mit lieben Worten auf die nächste Woche.

Okay, dachte und sagte ich, dann also bis nächste Woche!
Ich kam aber dort nie an, weil:

Am Abend lief ich Amok im Wohn- und Schlafzimmer, auch in der Küche und auf dem Balkon; den Flur nicht zu vergessen!

Mein linkes Auge sah kaum noch, wohin ich trampelte, weil der Schmerz bis dorthin Einzug gehalten hatte; das rechte Auge sah noch weniger, weil es über dem Brandherd lag und im Tränenwasser schwamm...

Zugegeben: Ein wenig (mindestens!) verrückt bin ich ja schon, wie der geneigte Leser mittlerweile festgestellt haben wird; diesmal aber war es doch schon eine überaus ungewöhnliche Aktion, die mich aber vielleicht vor dem Irrsinn gerettet hatte.

Hatten Sie eigentlich schon einmal Zahnschmerzen?

 

Ein Fahrrad und sein Träger

Im Jahr des weltweit bisher größten Transportaufkommens - laut einem Artikel einer bedeutenden Tageszeitung - leistete ich meinen eigenen Beitrag dazu.

Beendet war aber damit auch meine Radtour, denn die Schotterpisten hatten ihren Wegezoll gefordert: Plattfuß hinten! Unfassbar!

Na ja, unfassbar war eine solche Begebenheit nicht unbedingt; aber ich hatte mir Schläuche eingezogen, die mit einer Dichtungsmasse gefüllt waren und Risse bis zu drei Millimetern Breite abdichten sollten. Wo ist dann, bitteschön, die Luft geblieben? Dicht sieht anders aus!

Vor Zorn wurde mir noch heißer, als es in der knalligen Sonne sowieso schon war: Sollte ich den einige Kilometer langen Rückweg in dieser Hitze überleben, würde ich den Schlauchhersteller verklagen!

Na, was soll's, dann schultern wir das Rad eben und tragen es.

In diesem Moment des Versuches bemerkte ich, dass ich das Rad gar nicht schultern konnte! Es war ein Damenrad, das ich mir wegen meiner Rücken- und Knieprobleme zugelegt hatte, um besser auf- und absteigen zu können. Und ohne die Mittelstange ist ein Tragen über der Schulter physikalisch nicht möglich: Pure Luft zwischen Sattelholm und Lenkstange ist nicht stabil genug dafür.

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Ein Absturz der blöderen Art

Ich hatte ein großes, schmales Regal ausgeräumt, das fast bis zur Decke reicht, und wollte es an der Wand entlang in die andere Ecke schieben, damit es an dieser Stelle Platz für die neue Couch gab, die ich geschenkt bekommen hatte: Sie sollte mit ihren beiden rechtwinkligen Teilen ums Eck rum platziert werden; das längere Teil unter den zwei Wohnzimmerfenstern, das kürzere nach ebendiesem Eck, wo dieses Bücherregal im Weg stand.

Komplizierte Beschreibung, nicht wahr? Macht aber nix.

Ja, wie denn, was denn: Schraubendreher mit Softgriff in der rechten Hand und trotzdem Risse in den Fingern? Heftige Blutergüsse und Prellungen an Stellen, die meines Wissens nicht mit härterem Material in Berührung kamen? Wie erklären sich diese Stellen in der Lebergegend, an der Innenseite des linken Oberarms und der Außenseite des rechten Oberarms? Woher bekam meine rechte Brust einen fürchterlichen Schlag?

...