Mikesch ...

… mit seiner süßen Stupsnase

Oft wurde ich gefragt, wie ich den Kerl so "in die Tube" bekam:

Rechts auf dem Boden im Sonnenlicht hatte ich ein Szenario aufgebaut, um Tomatenblüten im Makro-Modus zu fotografieren. Mikesch kam angeschnuppert, und ich zog geistesgegenwärtig die Objektiveinstellung etwas zurück; somit ist die Linse des Makrovorsatzes von Innen zu sehen!

Eine halbe Sekunde entschied hier über Flop oder Top; und der glücklich Zufall war das Maß aller Dinge!
Der Ausschnitt und die Schärfentiefe sitzen dermaßen perfekt, das hätte ich 'gewollt' sicher nicht hinbekommen; zumal ein Viechlein selten länger als eine Sekunde in so einer Situation still hält.

Vorwort

Am 13. September 2002 holte ich mir nach einigen Jahren der "Katzenabstinenz" wieder einen Schmusetiger ins Haus: Mikesch.
4 Jahre alt, anfangs ungeheuer scheu; aber dann machte er mir viel Freude! Vor allem deswegen, weil er auf den Schoß kam zum Schmusen oder sich gemütlich in die Arme nehmen ließ.

Ihr findet das normal? Für mich war das Neuland, denn mein vorheriges "Mädel" hatte gegen diese Art von Körperkontakt gehörig was einzuwenden - 22 Jahre lang! Siehe auf der Mädelseite

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Eigenarten von Mikesch:
Im Gegensatz zu Flori war er ein ganz normaler Typ: keine Marotten, echt nix Außergewöhnliches oder Verrücktes! Wir hatten uns nur viele Jahre lang lieb...

Die erste Zeit

Spielerei im Gelben Sack

An einem Winterabend wollte ich keinen Blitz verwenden; die Kamera stieß dabei natürlich an ihre Grenzen und oft auch weit darüber hinaus!

Trotzdem sind das für mich herrliche Aufnahmen, die Mikesch in voller Aktion zeigen.

Diverse Bilder

Trennung

Gestorben ist Mikesch zu Hause, am Freitag, den 20. Mai 2011 um kurz vor 23 Uhr. Begraben habe ich ihn in der Nähe meiner Wohnung unter einer Eibe fast eine Stunde später, nach einem traurigen und langen Abschiedsschmuser auf seiner Schlafdecke auf meiner Couch, wo ich ihn in seiner Lieblings-Schlafstellung drapiert hatte. Unter Tränen habe ich ihn dann - in dieser Stellung - in ein abgeschnittenes Teil seiner Schmusedecke gepackt und ihn neben der Staatsphilharmonie sensibel verbuddelt.
Dort gehe ich auch heute noch fast täglich vorbei auf meinem Weg in die City, und jedes Mal flüstere ich: 'Hallo Mikeschele!'

Vorher hatte ich über eine Stunde lang auf dem Boden gelegen am Fuß seines Kratzbaumes, wohin er sich zum Sterben zurück gezogen hatte, habe ihn gestreichelt und mit ihm geredet, was er vielleicht gar nicht mehr mitbekommen hatte; er zeigte keine geringste Regung mehr. Oder hat er mich doch noch gefühlt und gehört, meine Liebe gespürt?

Ausgerechnet, als ich dann auf die Toilette musste, hörte ich von dort seinen Abschied: Zwei ungeheuer tiefe und ziemlich laute "Maaaauuuuuuu"; wobei das letztere noch lauter war als das erste: damit hauchte er wohl seine Seele in den Katzenhimmel...