Meine Kameras

Bemerkung: Alle diese Kameras lagen im jeweiligen Erscheinungsjahr im Durchschnitt in den vorderen 3 Plätzen aller Testberichte!

Sony DSC P7

 

Daten: Einführung Mai 2002, 500 Euro. 3 Megapixel, 3-fach Zoom

Kauf: Frühjahr 2004. Kaufpreis: 160 Euro; neu mit Garantie eines Händlers.

Diese Hemdtaschen-Kamera sollte meine analoge Spiegelreflexkamera ersetzten, deren Zeit einfach abgelaufen war. Obwohl von hervorragender Qualität: mir fehlten die manuellen Einstellmöglichkeiten, die ich durch meine alte Kamera gewohnt war! Der Preis wurde von einer Elektronik-Kette aktuell auf 400 Euro reduziert, was mir aber immer noch zuviel war; durch ein unglaubliches Schnäppchen konnte ich sie aber von einem Internet-Händler ersteigern (neu mit Garantie).

Ich hatte diese Sony bis zum Jahr  2008 fast immer dabei, weil sie so gut wie keinen Platz wegnahm. Dann gab sie leider den Geist auf.


Casio 3500EX

        

Daten: Markteinführung April 2001, 1.800 DM (~ 900 Euro). 3,2 Megapixel, 3-fach Zoom.

Erhalt: im Sommer 2006. Kaufpreis: 0 Euro; Geschenk eines Gönners! Internetpreis zu dieser Zeit rund 40 Euro.

Diese sehr gute Kamera gab mir wieder das Gefühl, eine "richtige" Cam in der Hand zu haben! Nicht nur, weil sie die Größe meiner alten Spiegelreflex hatte, sondern weil sie auch sonst recht genial war: außer 60 verschiedenen Motivprogrammen konnten jede Einstellungen auch manuell vorgenommen werden: das vermittelte mir wieder das Gefühl von Fotografie... Dann hatte sie aber ausgedient, weil sie sich oft weigerte, sich einschalten zu lassen. Trotzdem konnte ich sie im Jahr 2009 noch verkaufen: für 20 Euro!


Panasonic Lumix FZ50

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Daten: Markteinführung Sommer 2006, 600 Euro.

Eine sog. Bridge-Camera, die die Vorzüge einer Kompaktkamera und einer digitalen Spiegelreflexkamera vereint; kein Spiegel, Objektiv nicht auswechselbar. 10 Megapixel, 12-fach Zoom.

Kauf: August 2008. Kaufpreis: 320 Euro.

Eine absolut geniale Kamera mit einem lichtstarken Objektiv und einem Verwacklungsschutz, der alles in den Schatten stellt. Vier Jahre lang wurde sie in den Testlisten in den ersten Plätzen geführt, was ein absoluter Rekord war.

Wunderbar: Zoom- und Blendenring, die das Feeling einer Spiegelreflex aufkommen lassen; leider wurde bei der Modellpflege der Nachfolgerin der Zoomring durch einen Motor ersetzt, und auch der Blendenring fiel weg.

Diese Kamera war mein "Arbeitsgerät", mit dem ich (fast) gücklich war: Anfangsblende 2,8 (bei Weitwinkel 35 mm) und geniale 3,7 bis in den Zoombereich von 420 mm (entsprechend Kleinbildfilm)! Diese enorme Lichtstärke kostet bei Objektiven von Spiegelreflexkameras ein kleines Vermögen... Außerdem ist durch einen kleinen Eingriff der Zoombereich bis hin zu 730 mm (!) erweiterbar, und Lichtstärke und Qualität bleiben dennoch erhalten! Unfassbar, aber wahr.

Komplettiert habe ich die Lumix mit Vorsatz-Objektiven: Weitwinkel 28 mm und Makrovorsatz, mit dem unglaubliche Makroaufnahmen aus 20 cm Entfernung gelingen. Dazu noch eine Makrolinse von Minolta, die den Entfernungsbereich auf 1 Meter ausdehnt und dabei einen Abbildungsmaßstab des Objekts von bis zu 30-facher Vergrößerung ermöglicht! Dieser Entfernungsbereich ist wichtig bei Nahaufnahmen von Fluchttieren.

"Fast" glücklich war ich nur deswegen, weil die relativ große Blende von 2,8 nur im Weitwinkelmodus (35 mm) funktioniert; danach kommt sofort die Blendenstufe 3,2. Das bedeutet, dass eine "Freistellung" von Objekten kaum machbar ist, weil der Hintergrund fast genau so scharf abgebildet wird wie das Objekt selbst. Nur im Telebereich ab etwa 135 mm wird dieser Effekt erreicht. Das liegt allerdings auch an dem relativ kleinen Sensor.

Aber man kann ja wohl nicht alles haben in so einer tollen Kamera... 

Im Jahr 2015 verweigerte die Kamera allerdings das Einschalten: Ich musste sie entsorgen!


Sony RX 10

Durch Zufall war ich nach tagelangem Suchen im Internet auf einen Verkäufer gestoßen, der offenbar Knete brauchte und diese Kamera anbot. Dieses Angebot war noch nicht ganz zwei Stunden alt, und ich schlug sofort zu: Keine Auktion, sondern eine Offerte mit Festpreis!

Daten: Markteinführung Ende 2013, Preis: 1.200 Euro.
Mein Kaufpreis Anfang 2016: 370 Euro... Mit in der Software gespeicherten rund 3.000 Auslösungen - das entspricht etwa 3.000 gefahrenen Kilometern eines Neuwagens!
Inbegriffen waren eine Sonnenblende und ein UV-Filter; Wert rund 60 Euro.
Im Jahr 2019 wird diese geniale Kamera bei Internethändlern immer noch für rund 670 Euro angeboten.

Wieder eine Bridge-Camera wie die vorherige Lumix, aber mit ganz anderen, hervorragenden Qualitäten!

Nicht nur ein Schnäppchen der ganz besonderen Art also, sondern auch eine Kamera mit herausragenden Merkmalen:

Ein Zeiss-Objektiv mit 8,3fach-Zoom und einer Blendenöffnung von F2,8 über den gesamten Zoombereich. Mit diesem Zoom von 24-200 mm lassen sich im Alltag die meisten Aufgaben erledigen; zumal dieses hervorragende Objektiv  detailreiche Bilder mit 20,2 Megapixeln liefert. Diese relativ große Blende lässt aber im Zusammenhang mit dem lichtempfindlichen 1-Zoll-Sensor Freistellungen schon aus der Nähe zu (bei gut 50 mm KB), die ich in analogen Zeiten nur mit F1,8 schaffte. Und die vorher vorgestellte Lumix packte ja so etwas erst ab 135 mm (KB).

Vollständig manuelle Steuerung für kreative Fotos lassen mich an die analogen Zeiten erinnern, wo man auf Fingerspitzengefühl und Erfahrung bedacht sein musste.

Ganz super hierbei: Es gibt wie früher einen Blenden- und einen Zoomring! Wobei der Zoom aber auch motorgesteuert bedient werden kann durch einen kleinen Schalthebel; ich glaube, den habe ich nur versehentlich mal benutzt.

Aber auch die Voreinstellungen wie P oder Auto liefern Ergebnisse, die mich völlig erstaunen lassen. Trotzdem fotografiere ich meist in der Voreinstellung A, weil ich ein Fan der Blendenvorwahl bin und schon immer war...

Auch enorm: Wenn ich den Digitalzoom verwende, komme ich auf rund 780 mm (KB); beim Verkleinern der Bilder auf 1200 pix Breite sind kaum Unschärfen zu sehen...

Die Empfindlichkeit von ISO 80-25600 ist ebenso erstaunlich: Nur in den höchsten Stufen lässt sich ein Bildrauschen erkennen.

Videos lassen sich in Full-HD-Auflösung mit 50 Vollbildern pro Sekunde im AVCHD-Format festhalten. Zur Tonaufnahme kann das integrierte Stereomikrofon oder ein externes Mikrofon verwendet werden.

Mit Akku und Speicherkarte wiegt die Sony Cyber-shot DSC-RX10 genau 812g.
Ein absolutes Leichtgewicht also, wenn ich dabei eine SLR denke... Damit macht Fotografieren richtig Spaß. Und ich brauche auch keine Zusatzobjektive mitzuschleppen, was mich zu analogen Zeiten so richtig genervt hatte: Einen Hirsch im Odenwald gesehen, aber das falsche Objektiv drauf, weil ich auf Pilzsuche war... Der Pilz war nach dem Objektivwechsel noch da.

Das 3 Zoll große Display lässt sich nach oben sowie nach unten klappen, was enorme Sichtweisen ergibt: aus der Perspektive eines Basketballspielers oder der Ansicht einer Schildkröte...

Muss ich explizit erwähnen, dass ich diese Kamera liebe?

Ich brauche nicht die Nachfolgemodelle, die preisexplosiv sind und noch viel mehr Funktionen haben. Schon diese RX 10 ist schwierig zu erlernen mit ihren vielen Einstellungsmöglichkeiten. Und das Zeiss-Objektiv ist einfach Spitzenklasse!


Panasonic Lumix DMC-FT30

Daten: Einführung Sommer 2015, Preis 159 Euro. 16 Megapixel, Zoom 25 bis 100 mm (KB).

Gewinn in einem Preisausschreiben im Frühjahr 2016! Im Jahr 2019 wird diese Outdoorkamera für rund 120 Euro angeboten.

Dieses Leichtgewicht (140 g) ist meine überall-dabei-Kamera, weil sie sogar in die Hemdtasche passt. Zudem ist sie wasserdicht bis 8 Meter und frostsicher bis -10°.

Der starke Blitz leuchtet (über Wasser) satte 4,4 Meter aus.

Aufgrund der 16 Megapixel kann der knappe Zoombereich durch Ausschnitte in der Bildbearbeitung virtuell erhöht werden; die Bildqualität bleibt dabei recht gut.

Videos mit Ton werden in HD-Auflösung erstellt, also mit 1.280 * 720 Pixeln, was ebenfalls im Alltagsgebrauch völlig ausreicht.

Fotoprogramme: Intelligente Automatik, Programmautomatik und verschiedene Motivautomatiken, auch ein Panoramaprogramm.

ISO: 100 bis 1.600. Kürzeste Verschlusszeit: 1/1.300 Sekunde!

Akkulaufzeit: 440 Bilder oder 100 Minuten Video.

Dieses hübsche kleine Teil ist also durchaus mehr als nur brauchbar...