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Zur Geschichte Ludwigshafens:

Die Stadtteile mit Lageplänen und Bildern aus heutiger Zeit

Ludwigshafener Stadtteile

Kurze Geschichte

Am 27. Dezember 1852 verlieh König Maximilian II. Ludwigshafen die Rechte einer Gemeinde;
Am 8. November 1859 wurde die Gemeinde Ludwigshafen zur Stadt erhoben, 1921 wurde Ludwigshafen Großstadt.

Aber lange vor dieser Zeit stand diese Region schon im Blickpunkt, denn die alten Römer unterhielten in dem nahe gelegenen Alta Ripa (heute: Altrip, unweit im Süden vor Ludwigshafen), einen Garnisionsstützpunkt; von dort aus bauten sie Straßen über den Pfälzer Wald hinaus, und auch einige luxuriöse Anwesen, von denen noch Grundrisse erhalten geblieben sind.

Viele Stadtteile haben einen geschichtlichen Hintergrund, der bis in das siebte Jahrhundert zurück reicht; siehe in den nachfolgenden Tabellen.


Die offiziellen Stadtteile; offiziell, weil sie je einen Ortsbeirat mit einer unterschiedlichen Anzahl von Mitgliedern haben:

Bei Gemeindegründung 1852 gab es nur die heutige Stadtmitte. Auch der Hemshof (die alten Bauernhöfe, die es schon seit dem Lorscher Kodex gab), Teile des heutigen Stadtteils Innenstadt-Süd und (inoffiziell) West lagen ebenfalls auf der Gemarkung. Info: Der Lorscher Kodex

Besondere Aufmerksamkeit will ich hier auf eine Autorin richten, die sich ganz hervorragend mit den Stadtteilen in heutiger Form beschäftigt hat, und auch noch zusätzliche, sehr informative Angaben zu diesen Stadtteilen liefert: Ganz lieben Dank an Ilona Schäfer!

Zusammen mit diesen neuen Eindrücken unser Stadt Ludwigshafen ergibt diese Seite eine Übersicht, die in dieser informativen Kombination von Geschichte und Jetzt-Zeit eine beeindruckende Übersicht darstellt!

Die offiziellen Stadtteile

Friesenheim

 

 

 

Um 1555 erbauten die Kurfürsten auf der Friesenheimer Gemarkung das Jagdschloss Hirschbühl, das 1622 während des Dreißigjährigen Krieges zerstört wurde.
Die wildreichen Auwälder waren Jagdgebiet des Pfalzgrafen Johann Kasimir, der als Vorbild für das Lied "Der Jäger aus Kurpfalz" diente.
An der Stelle, an der sich früher das Jagdschloss befand, stehen heute Industrieanlagen der BASF.
Das ehemalige Jagdrevier wurde nach der Rheinbegradigung im 19. Jahrhundert abgetrennt und liegt heute als Friesenheimer Insel rechts vom Rhein auf dem Gebiet der Stadt Mannheim.

Gartenstadt

 

 

 

Die Gartenstadt wurde von 16 Bürgern initiiert, die am 1. Dezember 1909 die "Baugenossenschaft Gartenstadt -Ludwigshafen e.G." gründeten. Diese Genossenschaft war Mitglied der Deutschen Gartenstadtgesellschaft, deren Ziel ein neuer Stadttypus außerhalb der Mietskasernen war.
Die Gartenstadt wurde lange Zeit als Teil Mundenheims verwaltet, auf dessen Gemarkung auch das Hochfeld als ältester Teil der Gartenstadt entstand und danach das Niederfeld.

Innenstadt Nord

Beispiel: Hemshof

 

 

  • schließt Hemshof und West(end) ein
  • Lage
  • Bildartikel Hemshof und Westend finden Sie bei den entsprechenden Einträgen im Bereich "Inoffizielle Stadtteile" weiter unten
 

Die Nördliche Innenstadt ist einer der zehn Ortsbezirke der Stadt Ludwigshafen am Rhein, bestehend aus den Stadtteilen Nord, Hemshof und West. Er grenzt im Norden an Friesenheim, im Osten an die BASF und den Rhein, im Westen an Mundenheim und im Süden an den Ortsbezirk Südliche Innenstadt.

Von hier aus wurde am 1. Januar 1984 mit dem Kabelpilotprojekt Ludwigshafen das Zeitalter des Privatfernsehens gestartet.
[Wikipedia]

Innenstadt Süd

Beispiel: Rheinufer Süd

 

 

  • Lage
  • Bildartikel zu Rheinufer Süd und Parkinsel finden Sie bei den entsprechenden Einträgen im Bereich "Inoffizielle Stadtteile" weiter unten 
  • Bildartikel zum Inselsommer Süd folgt
 

Die südliche Innenstadt beinhaltet den Stadtteil Mitte und den Stadtteil Süd.
Der Ortsbezirk grenzt im Norden an eine Hochstraße, die die Grenze zur Nördlichen Innenstadt markiert. Im Osten bildet der Rhein die Grenze nach Mannheim. Im Westen schließt sich die Bahntrasse von Ludwigshafen nach Schifferstadt an und im Süden grenzt der Stadtteil an Mundenheim.
Der Ludwigshafener Stadtpark auf der "Parkinsel" bietet Platz zur Erholung und alljährlich im Sommer die Möglichkeit der geistigen Erquickung durch das Festival des deutschen Films und bis 2012 das Kulturfestival "Inselsommer". [Wikipedia]

Maudach

 

 

 

Maudach liegt westlich vom Stadtzentrum und grenzt an das Maudacher Bruch (sprich: Bruuch), das mit einer Fläche von 360 Hektar das größte zusammenhängende Naherholungsgebiet Ludwigshafens ist und der sich aus einer ehemaligen, heute verlandeten Rheinschlinge gebildet hat.
Um die drohende Vertrocknung zu stoppen, haben die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) mitte des Jahres 2010 einen Rettungsversuch gestartet: Mitarbeiter der TWL - selbst hochrangige! - zogen eigenhändig Gräben durch die wichtigsten Teile des Bruchs, um diese mit Wasser aus den Grundwasserbrunnen zu füllen und damit diesen vielfältigen Lebensraum zu erhalten - auf eigene Kosten!

Mundenheim

 

 

 

Auf dem Gebiet Mundenheims befand sich eine römische Militär- oder Straßenpolizeistation, allerdings ohne Zeitangabe. Außerdem wurde auf dem Gelände des Schulzentrums ein römischer Brunnen gefunden.
Nach den Römern folgten die Alemannen.
Um 500 n. Chr. folgten dann die Franken. Es war ein fränkischer Clanchef namens Mundo, der sich mit einer Gruppe von Untergebenen im Heim des Mundos (Mundinheim) niederließ.
Der Sage nach kam der Franke Mundo, auf der Landsuche den Rhein herauf, wohin ihm seine Gefährtin Hita bereits vorausgeeilt war. Als er das Hochufer emporstieg sah er eine Wiese mit Schlüsselblumen. Hita zeigt ihm den Platz. Mundo ist begeistert und sagt zu Hita: „Lass uns hier einen Hof bauen, und dieser soll Mundinheim heißen; ein Schlüssel soll unser Wappen zieren.“
Der Schlüssel findet sich noch heute im Ortswappen, allerdings wird er dort mit dem Heiligen Petrus in Verbindung gebracht.
1798 ist Mundenheim im französischen Besitz.
1814 fiel Mundenheim durch den Befreiungskrieg unter eine österreich-bayerische Administration.
1816 bis 1945 ist Mundenheim bayerisch.
1853 musste Mundenheim Teile ihrer Gemarkung an das 1843 gegründete Ludwigshafen abtreten.
Am 1. Dezember 1899 wird Mundenheim in Ludwigshafen eingemeindet.

Oggersheim

 

 

 

Im Vergleich zu den anderen Stadtteilen hat Oggersheim die bedeutendste Geschichte aufzuweisen. Schon um Christi Geburt stand im Raum des heutigen Stadtteils eine römische Villa, in deren Nähe eine römische Fernstraße aus Italien über Straßburg (Argentoratum), Speyer (Noviomagus) und Worms (Borbitomagus) nach Mainz (Mogontiacum) und weiter über Xanten (Vetera) bis an die Nordsee (Rheinuferstraße) führte.
Um das Jahr 765 gab es an gleicher Stelle ein fränkisches Königsgut.
Bis zum Jahr 911 hatte das elsässische Kloster Weißenburg die Grundherrschaft inne.
Vermutlich ab 1317 hatte Oggersheim Stadtrechte mit geschätzten 250 Einwohnern, seit Ende des 16. Jahrhunderts war es Festungsstadt.
1689 wurde Oggersheim im Pfälzischen Erbfolgekrieg verwüstet.
Das heutige Rathaus entstand 1839/1840.
In der NS-Zeit wurde das bebaute Gemeindegebiet durch den Bau der Notwende als BASF-Werkssiedlung (1934-1937) erheblich erweitert.
In den 1960er Jahren entstanden die Wohngebiete Oggersheim-West und an der Langewanne die Neue Heimat.
Anfang der 1990er wurde der Ortskern als Sanierungsgebiet aufgenommen. Ebenfalls in den 1990er Jahren wurde die Notwende durch das Neubaugebiet Melm erheblich vergrößert.

Oppau

 

 

 

In Oppau eröffnete die BASF 1913 ein weiteres Werk. Dadurch wurde aus dem Bauerndorf eine Industriegemeinde, die, 1928 mit der Gemeinde Edigheim vereinigt, 1929 noch Stadtrechte erhielt. 1938 wurde Oppau-Edigheim nach Ludwigshafen eingemeindet.

Rheingönheim

 

 

 

Der Ort kann auf eine lange Besiedlung zurück blicken. Schon in der Regierungszeit des römischen Kaiser Claudius wurde bei Rheingönheim ein römisches Kastell angelegt, das den Flussübergang bei Altrip sowie die Neckarmündung (auf der gegenüber liegenden Rheinseite), die damals auf dieser Höhe lag, sicherte. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1912 und 1961 konnten aus etwa 400 Gräbern zahlreiche Gegenstände geborgen werden.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rheingönheim im Jahr 831 im „Goldenen Buch“ der Abtei Prüm.
1938 wurde Rheingönheim nach Ludwigshafen eingemeindet.
1945 errichteten die amerikanischen Streitkräfte ein Kriegsgefangenenlager. Die ehemaligen Soldaten wurden hier auf engstem Raum gefangen gehalten, bis sie in andere Lager verlegt wurden. An dieses Lager erinnert ein Gedenkstein an der Kreuzung der Kreisstraße K7.

Ruchheim

 

  • erwähnt im Jahr 772 als Richinisheim 
  • eingemeindet 1974
  • Lage
  • Bildartikel
 

Ruchheim wurde bereits um das Jahr 800 n. Chr. im Lorscher Kodex erstmals urkundlich erwähnt. Es heißt dort auf Lateinisch: „In Christi Namen am 14. September im 3. Regierungsjahr König Karls übergebe ich, Imma, zum Heil meiner Seele dem hlg. Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, als Geschenk die Hofstatt in Richinisheim im Speyergau mit Weiden und Wasserstellen, und bestimme dies durch Vertrag zum dauernden Besitz.“

Im Jahr 1700 wurde Ruchheim an die aus Basel stammende Familie von Russicon verkauft. Diese baute das Wasserschloss zu einer barocken Schlossanlage um, von der noch das Wohnhaus und Teile der Umfassungsmauer erhalten sind.

Der älteste überlieferte Name Ruchheims findet sich im Lorscher Kodex in der Form Richinisheim, was so viel wie Heim des Richin bedeuten soll.

Der Name Richinesheim taucht im Jahr 895 in einer Urkunde des Klosters Weißenburg auf. In einer Urkunde des gleichen Klosters aus dem 10. Jahrhundert heißt es dann Ruochheim (Heim des Ruoch). Im Jahr 1271 wird der Ortsname mit Rucheim wiedergegeben.

Ab 1600 findet sich dann zum ersten Mal die heutige Schreibweise Ruchheim. Allerdings wird der Name noch 1836 vereinzelt Rugheim geschrieben.

Edigheim

 

  • erwähnt im Jahr 772 als Otincheim 
  • Eingliederung zu Oppau 1929 
  • Lage
  • Bildartikel
 

Edigheim wurde im Lorscher Kodex im Jahr 772 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, entstand wahrscheinlich aber bereits im 6 Jahrhundert, ist somit eine sehr frühe Gründung. Historisch relevant ist der althochdeutsche Name "Otincheim", der einen erstaunlichen Bezug zum gleichnamigen Brunnen aus der Handschrift des Nibelungenlieds aufweist, an dem Siegfried von Hagen ermordet wurde.
Zusammen mit Oppau lag der Ort vermutlich bis ins Jahr 886 auf der rechten Seite des Rheins. Dann veränderte der Fluss zum wiederholten Mal seinen Lauf und seitdem liegen Oppau und Edigheim am linken Ufer.
Bis ins 19. Jahrhundert wurde Edigheim immer wieder vom Rheinhochwasser bedroht. In den Jahren 1774, 1784 und 1824 vernichtete das Hochwasser die Ernten und viele Bewohner ertranken. Auch nach der Rheinregulierung, die nach Plänen des Obersten Johann Gottfried Tulla ab 1826 durchgeführt wurde, blieb die Gefahr bestehen. Das schlimmste Hochwasser ereignete sich um die Jahreswende 1882 und 1883: aufgrund der Schneeschmelze stieg der Rhein um 6,60 Meter und der Damm brach; Oppau und Edigheim wurden überflutet. Menschen und Tiere mussten zum Teil auf die Dächer flüchten.
1929 wurde Edigheim nach zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten und gescheiterten Beitrittsverhandlungen mit Frankenthal in Oppau eingemeindet.

Ernst-Reuter-Siedlung

Als Beispiel: Marienkrankenhaus

 

  • im Süden der Gartenstadt 
  • Lage
  • Bildartikel folgt
 

Die Ernst-Reuter-Siedlung in Ludwigshafen ist der südliche Teil des Stadtteils Gartenstadt. Ihre Grenzen stellen die Von-Kieffer-Straße im Westen, die Maudacher Straße im Norden und landwirtschaftlich genutzte Flächen im Süden und Osten dar.
Die Straßen in der Ernst-Reuter-Siedlung sind nach ostdeutschen und österreichischen Regionen benannt. Bedeutenstes Bauwerk ist das St. Marienkrankenhaus.
Angelegt wurde die Siedlung in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. In den 1950er und 1960er Jahren fanden mehrere Erweiterungen statt.

Froschlache

 

  • gehörig zu Friesenheim.
    Vier markante Hochhäuser am Ende Friesenheims, mit Blick auf die vier Baggerseen Willersinn-Weiher, Begüten-Weiher, Großparth-Weiher und Kratz'scher Weiher.
  • Lage
 


Hemshof

 

  • erwähnt im Jahr 770 als Hembsheim 
  • entstand ab etwa 1870 als Baugebiet; gehörig zur Nördlichen Innenstadt 
  • Lage
  • Bildartikel
 

Ältester und lange Zeit "bescheidenster" inoffizieller Stadtteil.
Zusammen mit dem Stadtteil Nord bildet er den Bereich "Nördliche Innenstadt".
Der Hemshof war ursprünglich eine fränkische Siedlung und erreichte strategische Bedeutung um das Jahr 1600, als der Brückenkopf Rheinschanze errichtet wurde.
Danach war der Hemshof ein Bauernhof in der Gemarkung von Friesenheim. Ebenfalls auf der heutigen Gemarkung befanden sich mit dem Ganderhof, dem Rohrlacher Hof und dem Gräfenauer Hof noch drei weitere Bauernhöfe.
Nach Auflösung der Bauernhöfe zunächst ein reines Wohngebiet für die Arbeiter der 1865 gegründeten BASF, entwickelte sich der Hemshof seit den 60er Jahren mit seinen mittlerweile knapp 16.700 Einwohnern und einem Ausländeranteil von 43,8% (2005) allmählich zum bevorzugten Zentrum der ausländischen Einwohner.
In den 80er Jahren wurde der Hemshof neu gestaltet; dadurch bekam er eine anderes Gesicht, welches heutzutage kulturell der Stadt zu interessantem Ruf verhalf. Diese Umgestaltung dauert auch heute noch an, im Jahr 2010.
Die Kombination von deutscher Altstadt und verschiedenen ausländischen Kulturen machen den Hemshof zu dem besondersten und zugleich bekanntesten Teil von Ludwigshafen. Der Reiz des Hemshof wird mitunter durch die vielen Bistros und Restaurants geprägt, die einen mediterranen Charme verströmen und viele Menschen im Sommer zu deren Außenplätze locken. Mittlerweile haben sich, im Zuge der Sanierungen, auch etliche Künstler im Hemshof angesiedelt. Neben dem Prinzregententheater in der Fußgängerzone, dem Hemshoftheater, dem Kabelkanal und einigen Kulturvereinen, wohnen und wirken zahlreiche Musiker und Maler in dem Viertel, wodurch eine kosmopolitische Atmosphäre entstanden ist.
Die berühmteste Bewohnerin des Hemshof ist wohl die deutsche Sängerin Julia (Jule) Neigel, die sich seit Jahrzehnten öffentlich zum Hemshof als Lieblingsort der Stadt bekennt.
Eine andere "Sängerin" und zugleich ein Unikum war die "Hemshof-Liesl": Urgestein in den 1970er Jahren, nie gefehlt auf den vielen Festen in und rund um Ludwigshafen; berühmtestes Lied für die "alten" Ludwigshafener: Hemshof-Blues...

Hochfeld

 

  • Baubeginn 1919 
  • Teil der Gartenstadt 
  • Lage
  • Bildartikel folgt
 

 

Melm

 

  • Entstehung ab 1934 
  • Erweiterungen in den 1960er Jahren und ab 1995; s. auch 'Notwende'. Teil Oggersheims
  • Lage
  • Bildartikel
 

Die Melm ist ein Weiher auf der Gemarkung des Stadtteils Oggersheim in der Siedlung Notwende/Melm, der beim Abbau von Kies entstanden ist. In den Jahren von 2002 bis 2006 wurde dem Gewässer immer eine gute bis ausgezeichnete Wasserqualität bestätigt.
Bis ins Jahr 2009 wurde der Weiher noch als Strandbad von der Stadt selbst betrieben. Wegen notwendiger Sanierungsmaßnahmen, hohen Unterhaltskosten und der rückläufigen Badegastzahlen hat die Stadt den Badebetrieb trotz guter Wasserqualität eingestellt. Seitdem verwildert das Gelände, welches zukünftig als Naherholungsgebiet ohne Badeerlaubnis den Bürgern dienen soll.
Das Gewässer wurde daraufhin 2012 von der Europäischen Union von der Liste der Badeseen gestrichen.
Zur Badezeit gab es auf dem Gewässer ein Badefloß und am Rand Sprungtürme von ein und drei Meter Höhe. Der Eintritt zum Strandbad war stets kostenfrei, dafür erfolgte das Baden auf eigene Gefahr. Für Kinder gab es ein max. 50 cm tiefes separat angelegtes Becken mit Rutsche. Dieses Becken wurde mit Sand verfüllt und ist nun Zentrum eines Spielplatzes, der nach und nach angelegt wird. Weiterhin gibt es am Weiher eine Wache der DLRG.

Mitte

Beispiel: Ludwigsplatz

 

 

  • Lage
  • Bildartikel folgt
 

 

Niederfeld

 

  • Baubeginn 1932 
  • Teil der Gartenstadt 
  • Lage
  • Bildartikel folgt
 

Das Niederfeld bzw. die Niederfeldsiedlung ist der nördliche Teil des Ludwigshafener Stadtteils Gartenstadt.
Begrenzt wird der Stadtteil durch die A 650 im Norden, die Große Blies im Osten, den Ortsteil Hochfeld im Süden und durch das Maudacher Bruch im Westen.

Notwende

 

 

Bild folgt

 

  • In den 1930er Jahren als Werksiedlung der BASF errichtet 
  • zugehörig zu Oggersheim 
  • Lage
  • Bildartikel folgt
 

Neubaugebiet im Norden von Oggersheim.
Die "Notwende" heißt so, weil sich hier die Not der Arbeitslosen zum Besseren gewendet hat (Ergebnis eines Namenswettbewerbs 1934). Die Notwende entstand auf dem Melmgebiet und ist der "alte" Kern des ganzen Areals, das dann in den 1960ern und ab ca. 1995 um das heutige Melm-Wohngebiet erweitert wurde.
Das neueste Melm-Wohngebiet liegt eigentlich auf Oppauer Gemarkung, wurde aber wegen der Straßenführung und Zugänglichkeit Oggersheim zugegliedert.

Parkinsel

 

 

 

Pfingstweide

 

 

Teil der Edigheimer Gemarkung und somit zu Oppau gehörend.
Die Ursprünge der Pfingstweide gehen auf eine Viehweide zurück, die durch den nahe liegenden Rhein immer wieder überschwemmt wurde und daher, außer als Viehweide, landwirtschaftlich nicht nutzbar war. Diese Weide, die zur Edigheimer Gemarkung gehörte, nutzten die Edigheimer Bauern nach Pfingsten für ihr Vieh. Daher der Name Pfingstweide. Erst nachdem der Frankenthaler Kanal und die Rheinregulierung von Tulla im Jahre 1826 abgeschlossen waren, verbesserte sich die Situation der Pfingstweide.
Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte wegen des ständigen Zuzuges von Menschen nach Ludwigshafen eine Wohnungsnot. Der Stadtrat beschloss daher, in der Pfingstweide eine große Wohnsiedlung zu bauen. Der erste Bebauungsplan wurde 1965 aufgestellt, der Beschluss zur Bebauung erging im März 1966. Als Gemeinschaftsprojekt von GAG Ludwigshafen und LUWOGE, den beiden Wohnungsbaugesellschaften der Stadt Ludwigshafen und der BASF AG begann der Wohnungsbau im Jahr 1967.
Es entstanden viergeschossige Wohngebäude, neungeschossige Punkthäuser und gestaffelte Kettenhäuser von sieben Geschossen in den Randgebieten sowie bis zu siebzehn Geschosse im Zentrum der Pfingstweide. Am Rande der Pfingstweide entstanden Einfamilienhäuser. Insgesamt erweckt die Pfingstweide damit den Eindruck einer Pyramidenform.

Rheinufer Süd

 

 

 

Valentin-Bauer-Siedlung

 

 

Bild folgt

 

 

  • gehörig zu Westend 
  • Lage
  • Bildartikel folgt
 

 

West (Westend)

 

  • gehörig zu Innenstadt Nord 
  • Lage
  • Bildartikel folgt
 

 

Vielen Dank an Ilona Schäfer, die fast alle Bilder zu diesen Ortsteilen beigesteuert hat!

An die Eingemeindungen erinnert der Stadtteilbrunnen im Friedenspark, LU Nord:

Eine Bilderserie davon gibt es hier; neues Fenster bitte wieder schließen!

Die längere Geschichte


Als im Jahr 1606 Kurfürst Friedrich IV. den Grundstein zur Festung Mannheim legte und gleichzeitig auf der linksrheinischen Seite zum Schutze Mannheims die "Rheinschanze" plante, dachte sicher niemand daran, dass sich 200 Jahre später aus der Rheinschanze eine weitere Stadt entwickeln könnte. Auch der Mannheimer Wirt Carl Hornig, der 1808 die Rheinschanze von den französischen Besatzern kaufte und dort zunächst eine Gastwirtschaft eröffnete, ahnte er wohl kaum, dass er mit der von den Franzosen 1811 genehmigten Errichtung eines Schiffslandeplatzes den Weg zu einem Handelszentrum ebnete. Als Hornig 1819 starb, ging der Speyerer Kaufmann Johann Heinrich Scharpif diesen Weg weiter. Der Handelsplatz erlangte bald Bedeutung und wechselte 1830 in den Besitz von Scharpffs Schwiegersohn Philipp Markus Lichtenberger, der die Hafenanlage zielstrebig ausbaute.

Das Jahr 1843 schließlich ging als eigentliche Geburtsstunde Ludwigshafens in die Geschichte ein. Lichtenberger verkaufte den Umschlagplatz an Bayern, der militärische Charakter der Rheinschanze wurde aufgehoben. Mit der Verfügung des bayerischen Königs Ludwig I., die Rheinschanze in Ludwigshafen umzubenennen, gingen "zweckdienliche Vorbereitungen" zur Bildung einer eigenen Gemeinde einher. Paul von Denis entwarf in diesem Jahr einen ersten Bebauungsplan.

Obwohl politisch noch nicht selbständig, wuchs der Flecken Ludwigshafen in zehn Jahren zu einer stattlichen Gemeinde mit rund 1.500 Einwohnern heran.

Am 27. Dezember 1852 genehmigte schließlich König Maximilian II. die Bildung der selbständigen Gemeinde Ludwigshafen, bestehend aus "den Ansiedlungen zu Ludwigshafen, den Hemshöfen, dem Gander- und Rohrlacherhof, sodann der Gräfenau, ferner der Bannabteilung zwischen den Gemeinden Friesenheim, Mundenheim und Ludwigshafen".

In der Entwicklung Ludwigshafens ist nach der Verleihung der Stadtrechte 1859 das Jahr 1865 bedeutend. Am 6. April 1865 wurde in Mannheim die Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF) gegründet: Der Mannheimer Bürgerausschuss lehnte aber die Ansiedlung dieser chemischen Fabrik am Neckarufer ab. Ludwighafen dagegen reagierte schnell und erteilte bereits am 21. April 1865 eine Konzession zum Bau der Firma auf dem Hemshof.

Die Bevölkerungszahl Ludwigshafens schnellte mit dem wirtschaftlichen Wachstum in die Höhe, die Stadt stieß beim Aufbau der Infrastruktur bald an ihre räumlichen Grenzen. So war es nicht verwunderlich, daß die inzwischen einflussreich gewordene Tochter nach den Gemarkungen ihrer Mütter Friesenheim und Mundenheim verlangte. Die Vereinigung mit Friesenheim erfolgte 1892, Mundenheim zögerte noch etwas länger und kam erst 1899 hinzu. So zählte Ludwigshafen vor der Jahrhundertwende stolze 62.000 Einwohner, die Gemarkung umfaßte 2175 Hektar.

Das Thema Eingemeindung blieb auch im neuen Jahrhundert stets ein Thema. Obwohl schon 1906 an die Straßenbahn angeschlossen, dauerte es mit der Eingemeindung des Dorfes Rheingönheim bis zum Jahre 1938. Im gleichen Jahr kamen noch das landwirtschaftliche geprägte Maudach, die geschichtsträchtige Stadt Oggersheim (zeitweise Flüchtlingsort des Dichters Friedrich Schiller) und das reiche Oppau/Edigheim zu Ludwigshafen, das dann vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 135.000 Einwohner zählte.

Die letzte Eingemeindung erfolgte 1974, als sich Ruchheim in Folge der rheinlandpfälzischen Verwaltungsreform vom Landkreis trennte und zur Stadt stieß. Zur gleichen Zeit, als sich Ruchheim Ludwigshafen anschloss, schossen im äußersten Norden der Stadt die Hochhäuser der Pfingstweide als neuer Stadtteil aus dem Boden.

Aufgrund der Siedlungsbewegung der zwanziger und dreißiger Jahre entstand der Stadtteil Gartenstadt auf der ehemals Mundenheimer Gemarkung.

Viele Ludwigshafener besitzen durch ihre Verbundenheit zu ihrem Stadtteil zwei Identitäten: Sie fühlen sich zum einen als Ludwigshafener, zum anderen aber auch als Oggersheimer, Maudacher oder Rheingönheimer, als Hemshöfer, Oppauer, Edigheimer oder Pfingstweidler. Aber letztendlich sind sie alle Ludwigshafener, und damit echte "Pälzer"...

Quellen: Stadtarchiv Ludwigshafen (herzlichen Dank an Herrn Dr. Mörz für die gute Zusammenarbeit!); diverse Internetseiten; Internetauftritt Stadt Ludwigshafen; Fotos in den Tabellen von Ilona Schäfer.